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Poolumrandung selber bauen – Aus Stein, WPC oder Holz

Urlaub zuhause – so fühlt es sich an, sich auf dem Sonnendeck neben dem Pool im eigenen Garten zu entspannen. Wenn du eine stilvolle Poolumrandung selber bauen möchtest, findest du hier alles, was du wissen musst. Poolumrandungen können Platz bieten für Liegestühle und Sonnenschirme oder einfach nur deinen Pool stilvoll einfassen. Eine gute Poolumrandung hält der Belastung durch Wasserkontakt und Sonneneinstrahlung stand und fühlt sich angenehm an beim Barfußgehen. 

Übersicht

  1. Wie baut man eine Poolumrandung?
  2. Was eignet sich als Poolumrandung?
  3. Was kostet eine Poolumrandung?
  4. Inspiration aus der myHarry Community

Wie baut man eine Poolumrandung?

Besonders einfach kannst du eine Poolumrandung selber bauen, wenn du die Platten oder Dielen auf Stelzlagern verlegst. Die Unterkonstruktion für eine Poolumrandung solltest du immer auf einem tragfähigen, stabilen Untergrund aufbauen. Platten lassen sich, mit offenen Fugen, direkt auf Stelzlagern verlegen. Dielen verlegst du auf einer Unterkonstruktion, die auf Balkenlagern ruht. 

Zunächst nimmst du Maß an der Außenkante des Pools, um die Fläche und daraus folgend den Materialbedarf zu ermitteln. Dann beginnst du damit, die Stelzlager um den Pool anzuordnen. Wenn du Dielen verlegst, verschraubst du im nächsten Schritt die Balken der Unterkonstruktion mit den Stelzlagern. Beim Verlegen des Belags musst du ein Gefälle von 2 % beachten, damit Wasser gut ablaufen kann. Wenn die Unterkonstruktion ausgerichtet ist, verlegst du darauf die Dielen. Zum Schluss kommt der Ausschnitt für die Poolleiter. 

Wenn du die Poolumrandung rund bauen möchtest, musst du Folgendes beachten. Du kannst grundsätzlich denselben Arbeitsschritten folgen. Allerdings musst du die benötigte Länge für die Dielen abmessen und an die Rundung des Pools angepasst zuschneiden. Dafür solltest du etwas mehr Verschnitt einkalkulieren. Mit passenden Steinen kannst du die runde Poolform elegant einfassen.

Wie baut man eine Poolumrandung

 

Was eignet sich als Poolumrandung?

Naturstein, WPC-Dielen und Holzdielen eignen sich alle sehr gut als funktionale und ästhetische Poolumrandung. Auch ein Materialmix aus Dielen und Steinen oder Platten kann sehr ansprechend aussehen. Letzendlich entscheidet der persönliche Geschmack und das Gesamtbild des Garten, welches Material als Poolumrandung am besten passt.

Allerdings fällt die Entscheidung oft nicht leicht, weil Dielen und Platten nicht nur ein sehr unterschiedliches Gesamtbild schaffen, sondern sich auch in ihren Eigenschaften unterscheiden. Bei der Wahl des Materials für eine Poolumrandung geht es auch um das Erscheinungsbild des Gartens. Ist bereits eine Terrasse vorhanden? Dann ist es sinnvoll, denselben Belag zu verwenden oder zumindest die beiden Materialien gut aufeinander abzustimmen. 

 Wenn du dich noch nicht für einen Belag für deine Poolumrandung entschieden hast, hilft dir der folgende Material-Vergleich weiter. 

Poolumrandung selber bauen – aus Natursteinplatten

Poolumrandung aus Naturstein selber bauen

Eine Poolumrandung aus Naturstein gibt jedem Pool ein mediterranes Flair. Die Platten lassen sich in verschiedenen Mustern verlegen und auch ausgezeichnet mit Dielen kombinieren für einen edlen Materialmix. 

Wenn du mit Platten eine Poolumrandung selber bauen möchtest, steht eine Vielzahl verschiedener Natursteine zur Auswahl, wie etwa der beliebte Travertin. Da sich Steinplatten in der Sonne stark aufheizen, solltest du idealerweise helle Farben wählen. Weiße Kalksteine sind beispielsweise eine bessere Wahl als dunkler Granit.

Generell gilt, dass Platten mit einer rauen Struktur vorteilhafter sind. Sie sind etwas weniger rutschig als Platten mit glatter Oberfläche. Für Kinder, die um den Pool herum toben, sind Platten nicht die beste Wahl, weil sie generell weniger rutschsicher sind als geriffelte Dielen. 

Platten aus Beton, Feinsteinzeug oder Keramik sind im Gegensatz zu Naturstein für eine Poolumrandung wenig geeignet, da sie so heiß werden, dass man sie ohne Schuhe nicht betreten kann. 

Vorteile von Platten als Poolumrandung

  • leicht zu reinigen, keine Pflege notwendig
  • resistent gegen Nässe und Schimmel
  • hohe Strapazierfähigkeit
  • sie können ohne Unterkonstruktion direkt auf Plattenlager verlegt werden

Nachteile von Platten aus Poolumrandung

  • sehr rutschig, wenn sie nass sind
  • anfällig für Frost
  • eventuell kostspielig

Poolumrandung aus WPC-Dielen selber bauen

Poolumrandung aus WPC-Dielen selber bauen

Ein Pool-Deck aus WPC-Dielen ist ein eleganter Rahmen für deinen Pool. WPC-Dielen findest du mit einer Maserung, die sie besonders holzähnlich aussehen lässt, oder mit einer geriffelten Oberfläche, die zusätzlichen Halt bietet, gerade auf nassen Oberflächen. 

Eine Poolumrandung aus WPC-Dielen kannst du einfach selber bauen. Verschiedene Verlegemuster für Dielen helfen dir, deine Poolumrandung individuell zu gestalten. Das anspruchslose Material ist leicht zu reinigen und du sparst dir einiges an Zeit, weil die Dielen neben der Reinigung keine Pflege brauchen. 

Wichtig zu wissen ist, dass sich für eine Poolumrandung Hohlkammer-Dielen nur bedingt eignen. Vollprofil-Dielen aus WPC halten dem Wasser auf Dauer besser stand und sind bei richtiger Verlegung auf einer stabilen Unterkonstruktion mit 2% Gefälle bis zu 25 Jahre haltbar. 

Wenn du nicht sicher bist, welche Diele du für deine Poolumrandung verwenden möchtest, kannst du mit unseren kostenlosen Mustern verschiedene Farben und Dielen-Sorten zuhause vergleichen.

Vorteile einer Poolumrandung aus WPC-Dielen

  • pflegeleichter als Holz
  • sicher barfuß gehen ohne Splitter
  • lange Haltbarkeit, bis zu 25 Jahre
  • erhältlich mit rutschfester WPC-Oberfläche 
  • vergraut nicht in der Sonne

Nachteile einer Poolumrandung aus WPC-Dielen

  • weniger individuelle Optik als Holz (keine Astlöcher)
  • kann sich stärker erhitzen
  • kostspieliger in der Anschaffung

> Anleitung: Poolumrandung aus WPC bauen

 

Poolumrandung selber bauen – aus Holzdielen

Poolumrandung aus Holzdielen selber bauen

Poolumrandungen aus Holz sind nach wie vor beliebt, weil sie ein schönes, harmonisches Bild abgeben. Allerdings sind Wasser und Holz nicht die besten Freunde, deswegen ist es wichtig, die richtige Holzart für die Poolumrandung zu wählen und die Dielen regelmäßig mit Holzöl zu pflegen.

Wenn du eine Poolumrandung selber bauen möchtest, ist die Wahl einer geeigneten Holzart von großer Bedeutung. Nicht jede Holzart ist robust genug, um dem ständigen Kontakt mit Wasser standzuhalten. Dielen aus Sibirischer Lärche sind beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. Auch Tropenhölzer wie Bangkirai, Cumaru oder Ipe sind gut für eine Poolumrandung geeignet, weil sie bei Feuchtigkeit weniger aufquellen und sie bei angemessener Pflege bis zu 30 Jahren haltbar sind. Allerdings sind diese Holzdielen dementsprechend hochpreisig.

Vorteile einer Poolumrandung aus Holz-Dielen

  • gemütliche Atmosphäre
  • natürliche Optik mit Maserung und Astlöchern
  • wenig Erhitzung bei Sonneneinstrahlung

Nachteile einer Poolumrandung aus Holz-Dielen

  • mögliche Splitterbildung
  • hoher Pflegeaufwand
  • hochwertiges Hartholz ist kostspielig

Was ist die beste Poolumrandung?

WPC-Massivdielen mit strukturierter Oberfläche sind ideal für Poolumrandungen. Sie sind nicht nur rutschfest, sondern unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Außerdem punkten die Dielen mit geringem Pflegeaufwand und ihrer Resistenz gegen Schimmelbildung und Insektenbefall. 

Auch Platten aus Naturstein oder Beton ergeben eine hochwertige Poolumrandung, die problemlos nass werden kann. Allerdings können die Platten sehr rutschig werden, dadurch sind sie für spielende Kinder nicht der ideale Bodenbelag. 

Oft werden Poolumrandungen aus Holzdielen gebaut. Holz ist ein ästhetisches und natürliches Material, das viele anspricht. Als Poolumrandung bringt es aber den Nachteil mit, dass es stark aufquillt und nicht so feuchtigkeitsbeständig ist. Deswegen solltest du unbedingt in hochwertige Holzdielen investieren, wenn du sie um den Pool herum verlegen möchtest. Holzdielen können splittern, deswegen ist hier beim Barfußgehen Vorsicht geboten. 

Was kostet eine Poolumrandung?

Der Preis für eine Poolumrandung variiert stark und hängt vor allem vom verwendeten Material ab. Falls du die Poolverkleidung nicht selber bauen, sondern dir professionelle Hilfe beim Aufbau holen möchtest, musst du den Preis dafür zusätzlich kalkulieren. Die folgende Schätzung betrifft nur das Material.

Der Preis für eine Poolumrandung variiert stark und hängt vor allem vom verwendeten Material ab. Falls du die Poolverkleidung nicht selber bauen, sondern dir professionelle Hilfe beim Aufbau holen möchtest, musst du den Preis dafür zusätzlich kalkulieren. Die folgende Schätzung betrifft nur das Material. 

  • WPC-Dielen in Massivqualität bekommst du ab 60 Euro pro ㎡. Achte dabei auf eine Oberfläche, die optimalen Halt gibt und für Sicherheit sorgt, auch wenn die Dielen nass sind. Bei Poolumrandungen ist es sinnvoll, in die hochwertigeren Vollprofil-Dielen zu investieren.
  • Holzdielen sind schon ab 35-40 Euro pro ㎡ erhältlich. Allerdings solltest du auf hochwertige Holzarten setzen, etwa Harthölzer wie Bankirai (ab 50 Euro pro ㎡) oder als Alternative Sibirische Lärche. 
  • Für alle Dielen musst du eine Unterkonstruktion einberechnen. Für WPC-Dielen sollte sie aus WPC oder Aluminium sein, für einen Holzboden aus Holz oder Aluminium. Bei myHarry findest du eine Aluminium-Unterkonstruktion ab 7,50 Euro pro Laufmeter.
  • Der Preis für eine Poolumrandung aus Naturstein-Platten lässt sich schwer einheitlich darstellen. Die Steine liegen in sehr unterschiedlichen Preisklassen. Platten aus dem porösen Kalkstein Travertin findest du ab ca. 30 Euro pro ㎡. Bei Granit hängt der Preis vom Herkunftsort und der Qualität ab. Günstige Varianten aus China oder Indien gibt es bereits für wenige Euro pro . Exklusive und seltene Granit-Varianten liegen hingegen bei über 100 Euro pro ㎡
  • Wenn du den Belag für die Poolumrandung auf Stelzlagern verlegst, kommt der Preis für die Stelzlager hinzu. Im myHarry Shop gibt es Stelzlager bereits ab 1,90 Euro pro Stück. 

Wenn du eine Poolverkleidung aus WPC bauen möchtest, kannst du auf ein WPC-Komplettpaket setzen, anstatt dir die einzelnen Bestandteile selbst zusammen zu suchen. So sparst du nicht nur Zeit und Aufwand, sondern du sicherst dir auch den günstigsten Preis.

 

Inspiration aus der myHarry Community

Runde Poolumrandung aus der myHarry Community

Poolumrandung aus Holz aus der myHarry Community

myHarry Community Beispiel für eine Poolumrandung

Naturstein Poolumrandung aus der myHarry Community

Poolumrandung aus der myHarry Community

Selbstgebaute Terrasse mit Pool aus der myHarry Community